Ein Lichtschimmer auf Paris und nicht nur …

La grande pyramide di Cheops in Egitto illuminata in onore alle vittime.

Nach den Ereignissen von letztem Samstag in Paris haben wir verschiedene Anfragen darüber erhalten, wie man diesen Moment überwinden kann. Es ist normal, dass man sich bei solchen Ereignissen überfordert fühlt, nicht nur wegen der Toten, sondern auch, weil unsere Sicherheiten, unsere Gewissheiten zerstört worden sind. Wir sind um unsere Unversehrtheit besorgt, um die unserer Lieben und um unsere Zukunft.

So ist es leicht möglich, dass sich unser Verstand erregt, und schon sind wir leichte Beute für einen Wirbel von Gedanken, die uns von unserem Herzen trennen. Dies lässt uns instinktiv reagieren und bringt uns zu primären Reaktionen, das vergessend, was das Herz uns zuflüstert.

Was tun also nach dem was geschehen ist? Das Gebet ist die erste Antwort, die uns in den Sinn kommt, weil es den Verstand wieder mit dem Herzen verbindet, und weil es uns ermöglicht, trotz der Entfernung zu helfen. Aber spontan die Frage: „Wie sollen wir wirklich beten, ohne dass es nur Worte sind? Wie sollen wir für den Frieden beten, wenn wir nicht imstande sind, in unserem Leben Momente des Friedens zu erreichen? Wie sollen wir die wahre Liebe senden, wenn wir nur die Liebe der Notwendigkeit, des Bedarfs oder des Tauschens zu leben wissen? Wie sollen wir von Frieden reden, wenn wir selbst nicht imstande sind, ihn mit unseren Liebsten zu leben? Mit jenen, die nebenan wohnen? Mit jenen, die wir auf dem Arbeitsplatz treffen?

Wir können nur das geben, was wir haben. Mit dem Gebet ist es dasselbe: wir können nur das schenken, was wir in unserem Leben sind. Um diese Qualitäten leben zu können, ist es nötig, zu verstehen, dass sie wie unser Atem sind. Empfangen ist wie einatmen und geben ist wie ausatmen. Wenn das Einatmen das Ausatmen vergisst, oder umgekehrt, blockiert sich die Atmung und es tritt Müdigkeit auf. Das Einatmen des Empfangens ist das, was dem anderen im Herzen Raum zu geben weiß, so als würde er in unser Haus eintreten. Das Ausatmen ist die Liebe und der Frieden, den wir konkret zu den anderen bringen.

Wenn die Atmung im Gleichgewicht ist, entsteht spontan das wahre Gebet. Wenn das Gebet seine Wurzeln im Alltäglichen hat, wird es zu einer so gewaltigen Vibration, dass es sich zum Guten für die gesamte Menschheit ausbreitet. Das, was wie ein einfaches Gebet scheint, wird zu einem Feuer der Liebe, das imstande ist, die Ereignisse und die Zukunft zu verändern. Alles wird möglich, weil wir im Einklang mit den Absichten unserer Seele sind. Können wir der Menschheit ein größeres Geschenk machen, um das zu überwinden, was vorgefallen ist?

Angela und Bernard

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